Center of Migratory Birds, 2017

Skagen Grey Lighthouse, Dänemark

Die überwiegend mediale Ausstellung im „Center of Migratory Birds“ veranschaulicht das komplexe und globale Phänomen des Vogelzugs und macht es greifbar. Die besondere Herausforderung bestand darin, eine Ausstellung zu entwickeln, die den Besuchern eine Fülle wissenschaftlicher Echtzeit-Daten und Erkenntnisse zugänglich macht – und dies in den historischen Gebäuden des Grey Lighthouse. Diese beherbergen seit Mai 2017 ein internationales Forschungszentrum, an dem Wissenschaftler insbesondere die Vogelmigration zwischen Kontinentaleuropa und Skandinavien erforschen, und die sich an eine breite Öffentlichkeit richtende Ausstellung.

Letztere integriert sich nahtlos in die historische Architektur: Die Besucher können sich in einer Reihe von thematisch und atmosphärisch dichten Räumen mit den verschiedenen Aspekten des Vogelzugs auseinandersetzen. Genutzt werden vor allem die Wandflächen der relativ kleinen Räume, auf denen dicht gehängte Monitore entweder ein filmisches 360 Grad Panorama zeigen oder den Besuchern im interaktiven Modus die Möglichkeit geben, ihren individuellen Interessen zu folgen. Die in Clustern angeordneten Monitore bieten jeweils nochmal vertiefend Informationen in Form von Text, Infografiken, Animationen und Filmen an. Jeder Raum ist zudem mit einem eigenen atmosphärischen Vogelklang unterlegt, der den Besuchern das Zurechtfinden in der Ausstellung erleichtert.

Außerdem kann der Besucher oder die Besucherin einer Vogelart durch die Ausstellung folgen. Mit der Eintrittskarte, die gleichzeitig ein Armband ist, wählt man eine von zehn Vogelarten aus. Hält man nun das Armband an die Medienstationen, sodass der QR-Code eingelesen werden kann, bekommt man Informationen zugespielt, die die eigene Vogelart betreffen, zum Beispiel über deren Flugrouten, Flugtechniken oder Navigationsarten.

Am Ende des Ausstellungsrundgangs gelangt man in den Newsroom, wo eine Medienwand aktuelle Meldungen aus der Forschung und aus der Vogelzug-Beobachtung zeigt. Die gesamte Ausstellung ist so konzipiert, dass sich neue Forschungsergebnisse schnell integrieren lassen.