In/Visible World of Data, 2019

Futurium, Berlin

Unsere Arbeit, unsere Städte und unser Konsum sind bereits heute in einem hohen Grad von Digitalisierung und Big Data geprägt. Einen Blick in die Zukunft dieser drei Lebensbereiche kann man im Denkraum Technik mithilfe einer für das Futurium entwickelten Augmented Reality App werfen. Mit ihr können Besucher den unsichtbaren Daten-Layer erkunden, der sich durch diese Lebensbereiche zieht, und erfahren wie „intelligente“ Services den Alltag in Zukunft prägen könnten.

Im Ausstellungsraum sind sieben aus weißem Polyurethan bestehende, lasergesinterte Modellwelten installiert. In Form und Farbe nehmen die prototypischen Modellräume nichts vorweg.
Erst mit der Benutzung der Tablets erschließen sich den Besuchern die verschiedenen, sonst unsichtbaren Zukunftsentwürfe. Halten die Besucher ein Tablet vor die dreidimensionale Modelle, werden diese mit farbigen virtuellen Bildern überlagert. Besucher können so animierte Szenen entdecken und über vertiefende Videos, Textinformationen und Bilder die den Zukunftsentwürfen zugrunde liegenden Technologien verstehen.

Der Grad der Interaktion und des Einflusses auf die Geschehnisse in den Modellwelten unterscheidet sich von Station zu Station. So können Besucher über die App in einem Kontrollraum auf einen aufziehenden Sturm in Rio de Janeiro reagieren und die Ereignisse steuern. An anderen Stellen sind die Interaktionsmöglichkeiten bewusst geringer gehalten und die Szenarien deutlich narrativer gestaltet. Jede Ausstellungsstation bietet die Möglichkeit zum spielerischen Lernen und zur Erkundung von interessenspezifischem Wissen.

Auf den benachbarten Wänden erweitern sich zudem große Grafiken in der augmentierten Ansicht um Echtzeit-Daten, die die fortschreitende Technologisierung dokumentieren. Nehmen Besucher die dortigen Piktogramme in den Fokus, öffnen sich Videointerviews mit Experten.

Der Blick in die Zukunft per Tablet-basierter AR-App fordert die Besuchern zu einem aktiven, explorativen und gemeinschaftlichen Besuch des Denkraums auf. Mit der App werden selbst tagesaktuelle Entwicklungen in die Ausstellung integriert.