Odem, 2001

Jüdisches Museum Berlin

Neben der Tora ist der Talmud die wichtigste religiöse Schrift des Judentums. Wie auch die Tora ist der Text kein einheitliches Werk, sondern wurde Jahrhunderte lang weiterentwickelt und ergänzt.

Die interaktive Installation in der Dauerausstellung des Jüdischen Museums veranschaulicht den Prozess der kontinuierlichen Erweiterung des Talmud. Metapher für die Gestaltung der Interaktion ist der Übergang von der mündlicher Überlieferung der religiösen Lehren zu ihrer schriftlicher Fixierung.

Ein Sensor registriert dazu die Atemluft, die über das aufgeschlagene – und zunächst leere – Buch geblasen wird. Daraufhin bauen sich die Seiten schrittweise auf. Kurze Erläuterungen vermitteln einen Eindruck von der Bedeutung des Talmud und dem zeitlichen Ablauf seiner Entstehung.